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Tag des Baumes 2020


Der Tag des Baumes 2020 war am 25. April. Er wird jedes Jahr im April begangen und soll die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft im Bewusstsein halten. Der Tag des Baumes geht auf Aktivitäten des amerikanischen Journalisten Julius Sterling Morton zurück, der 1872 einen "Arbor Day-Resolution"-Antrag an die Regierung von Nebraska stellte, der binnen 20 Jahren in den ganzen USA angenommen wurde.

Der Tag des Baumes wurde 1951 von den Vereinten Nationen beschlossen. Der deutsche "Tag des Baumes" wurde erstmals am 25. April 1952 begangen. Bundespräsident Theodor Heuss und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesminister Robert Lehr, pflanzten im Bonner Hofgarten einen Ahorn.
Heute steht der Tag des Baumes auch unter den Gedanken „Naturschutz“, „Mikroklima“ , „Klimawandel“ und CO2-Einsparung. Naturschutz, weil es wichtig ist, dass einheimische Bäume in den Städten gepflanzt werden, für die die Tierwelt angepasst ist. Insekten, Vögel und Säugetiere können vielfach mit Gehölzen aus anderen Regionen der Erde nichts anfangen. Die Tiere sind angepasst und spezialisiert auf das Nahrungsangebot der einheimischen Bäume.

Das Mikroklima wird durch Bäume positiv beeinflusst. Bäume geben Wasser durch Verdunstung ab, spenden Sauerstoff und Schatten. Im Zeichen des Klimawandels erlebt Deutschland gerade ein großflächiges Sterben von Bäumen, die bisher nicht an die Veränderung angepasst sind. Vor allem ältere Waldbäume haben Schwierigkeiten, weil ihr Wurzelwerk sich nicht schnell genug an die Trockenheit anpassen können. Junge Bäume müssen nun die Klimaverträglichkeit in einer trockenen Periode erreichen, können aber die Wurzen leichter anpassen. Welche Bäume langfristig den Klimawandel überstehen, wird sich in den nächsten Jahren erst heraus stellen.

Und eine CO2 Einsparung gibt es in kleinem Maßstab dadurch, dass Bäume beim Wuchs Kohlendioxid einbauen und damit der Luft entziehen. Holz ist also eine wichtige CO2-Senke. Und Holzprodukte aus nachhaltigem Anbau sind ein langjähriger CO2 Speicher. Wir sollten also mehr Bäume pflanzen (und den Kahlschlag in anderen Ländern der Welt verhindern).

Für den Tag des Baumes hat die Gemeinde dieses Jahr eine Ulme ausgewählt. Die Flatterulme war Baum des Jahres 2019. Sie zählt schon von Natur aus zu den seltenen heimischen Waldbaumarten, weil sie ein typischer Vertreter wärmerer Tieflagen ist.
Als vergleichsweise konkurrenzschwache Baumart entwickelt sie kaum flächige Bestände oder größere Mischungsanteile. Hauptsächlich findet man sie auf nassen Standorten an Seeufern und in Hartholzauen. Hier profitiert sie davon, dass sie eine hohe Überflutungstoleranz von bis zu vier Monaten im Sommer hat.

Und: als einzige europäische Baumart bildet sie Brettwurzeln aus, die ihre Standfestigkeit auf nassen Böden erhöhen und zugleich eine bessere Wurzelatmung bei Hochwasser bewirken.
Neben den großflächigen Landschaftsentwässerungen machte der Flatterulme und ihren beiden Schwestern, der Bergulme und der Feldulme, das seit dem Ersten Weltkrieg in Deutschland auftretende und von einem ostasiatischen Schlauchpilz verursachte Ulmensterben sehr zu schaffen. Hierunter leidet die Flatterulme jedoch deutlich weniger, da sie aufgrund besonderer Rindenmerkmale unattraktiver ist für den Infektionsträger – den Ulmensplintkäfer – und daher seltener angeflogen wird.

Die Gemeinde hat bei der Naturgruppe am Leudelsbach insgesamt 14 Bäume gepflanzt. Auch als Ersatz für Bäume, die bei Baumaßnahmen z.B. dem Neubau des Kinderhauses in der Silcherstraße gefällt werden mussten.

Tag des Baumes 2020